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     NIEUW HAMBURGER GEMEENTE BLANKENEESE                  


VOOR NIEUWS EN HISTORISCHE ACHTERGRONDEN.                      

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       laatste update: 02-02-2007

HAMBURGER GEMEENTE BLANKENEESE  STAAT OP TEGEN DE "STAMAPOSTEL"

Kein Zweifel, die NAK spielt mit den Muskeln und wer nicht spurt, der geht oder fliegt!
Doch unbeschadet bleibt der schwerfällige Moloch nicht, alles eine Frage der Zeit!

_________________

 

             Die Gemeinde Hamburg - Blankenese ist bekannt fr ihr reges Gemeindeleben ( Hauskreise, Gesprächsgruppen ). Aus Mangel an neuapostolischem Schriftgut zu verschiedenen Themen wurde bei den Zusammenknften auf evangelische Literatur zurck gegriffen ( Brunnen - Verlag ).
Wie mir ein Gmeindemitglied berichtete, wurde die Benutzung von Literatur aus dem Brunnen-Verlag von der Hamburger Kirchenleitung hart kritisiert, ja sogar verboten. Die Lage hat sich mittlerweile so zugespitzt, dass der Bezirksapostel Schumacher nach seinem Besuch am 04. 01. 2007 in der Gemeinde wieder zugegen ist, diesmal am 11. 01. 2007 zu einer Amterbesprechung.
Ungewohnt f
ür neuapostolische Verhältnisse war am 04. 01. 2007 das Engagement eines Bruders, der aufstand und den Bezirksapostel Schumacher vor der versammelten Gemeinde umrung des Sachverhaltes bat bzw. um eine Entscheidung. Er bekam keine konkrete Antwort, sondern wurde von einem sichtlich verunsicherten Bezirksapostel Schumacher vertitstet mit den Worten "Wir arbeiten intensiv an dem Problem. Bitte glauben Sïe mir. Haben Sie Geduld."
Der den Bezirksapostel begleitende Bischof war von der
öffentlichen Anfrage nicht angetan und schaute etwas verägert.  Der Älteste blickte ohne den Kopf zu heben auf den Boden. Zum Ende des "Festgottesdienstes" uberraschte der Bezirksapostel die Gemeinde mit den Worten:
"Ich habe Euch noch etwas Besonderes mitgebracht". Nach einer Pause und gespannter Erwartung wurde das Besondere mitgeteilt:


"Gr
üsse vom Stammapostel".
LG

das Jahr ist noch nicht alt und so wünsche ich Dir und allen Beteiligten auf diesem Forum nachträglich ein gesundes, friedvolles und frohes Neues Jahr 2007 sowie dem Webmaster das nötige Durchhaltevermögen zum Betreiben dieses Forums, damit wir im Dialog bleiben können.

Weil das Thema auf ein breites Interesse stößt, möchte ich einige subjektive Eindrücke von meinen Besuchen in der Gemeinde Hamburg-Blankenese wiedergeben. Zuvor noch eine Konkretisierung einer Meinungsäußerung auf "GK". Der Bruder, welcher den Bezirksapostel Schumacher vor der ganzen Gemeinde um eine Stellungnahme bat, meldete sich nicht während des Dienens zu Wort in der Form, dass er dem Dienstleiter ins Wort fiel, sondern zum Ende des Gottesdienstes. Der Chor hatte unter der Leitung einer sehr engagierten und emotional ausdrucksstarken Dirigentin zum Abschluß seinen Beitrag gebracht. Danach wollte der Bezirksapostel zu der Gemeinde sprechen ( Er hub an zu sprechen ), aber plötzlich ertönte eine Stimme aus der hintersten Bankreihe. Stehend brachte der Bruder Z. selbstbewußt und sachlich sein öffentliche Anfrage vor.

Die Gemeinde war darüber überhaupt nicht verwundert. Für mich war das aber neu und so drehte ich mich kurz um. Ich kann nachvollziehen, welchen inneren Kampf und welchen Mut es erfordert, so aufzutreten gegenüber einen Bezirksapostel. Das Schöne aber war, dass der Bruder spürbar Rückhalt von der Gemeinde bekam.
Der Bezirksapostel wurde sichtbar blaß, fasste sich aber schnell, legte beide Arme auf den Altar und gab seine entschuldigende Antwort, die aber nichts zur Klärung im Sinne des Bruders beitrug.

Beim Dienen des Bezirksapostels war oft die Rede von dem verlorenen Sohn. Handelte es sich etwa bei dieser Gemeinde um eine verlorene Gemeinde ? Ehrlich bekannte er gleich zu Beginn, dass er mit einer gewissen "Beklommenheit" in die Gemeinde gekommen war. Der mitdienende Bischof und dann der Älteste bekräftigten die Gefühlsstimmung ihres Bezirksapostels. Sie fühlten sich auch "beklommen". Ganz direkt forderte der Bezirksapostel die Gemeinde auf, während des Gottesdienstes doch alles zu "verdrängen". Was genau zu "verdrängen" sei, sprach er nicht an. Ich war über die Bitte "zu verdrängen" etwas unangenehm berührt, bedeutet doch Verdrängen eine gewisse Unfähigkeit, sich einer Sache zu stellen. Synonym für das Wort "Verdrängen" hieß oder heißt es doch immer, den sogenannten "Mantel der Liebe" darüber decken. Aber das wäre in der Gemeinde wohl wie eine billige Floskel bestimmt empfunden worden und so benutzte der Bezirksapostel das profane Wort "verdrängen", was im Kontext zur Situation in der Gemeinde irgendwie nicht passte.

Es gelte nun, "den Weg nicht zu verlassen", "den Mut nicht aufzugeben" und "das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren". Die Mahnungen gipfelten in der Sorge, dass die Arbeit unserer Vorväter doch nicht umsonst gewesen sein kann.

"Die Eltern haben uns auf dem Arm zum Altar getragen. Wollen wir nun diesen Weg verlassen ? Das kann ich mir nicht vorstellen!".

Der Apostel verstand sich im Auftrage seines Stammapostels als Friedensbote. Ein anscheinend verlorengegangener Friede sollte wieder hergestellt werden. Aber bedeutet eine lebendige und kraftvolle Gemeinde Unfrieden für die Kirchenleitung ? Ich hatte den Eindruck, dass die Gemeinde Hamburg-Blankenese geschlossen in sich wirkt und einen tiefen Frieden ausstrahlt, was im Gottesdienst am 07. 01. 2007 in eindrucksvoller Weise dokumentiert wurde bei Abwesenheit des Bezirksapostels. Von diesem Gottesdienst werde ich berichten.

Bei der Verabschiedung kam ich mit dem Bezirksapostel kurz "ins Gespräch". Ich stellte mich vor und fragte, ob es möglich wäre , für meine Forschungsarbeit "NAK in der DDR" Unterstützung von der Kirchenleitung zu bekommen. Dabei erwähnte ich das Treffen mit dem Apostel Drave am 18. 07. 2005 in der Kirchenverwaltung Hamburg-Eppendorf. Der Bezirksapostel wirkte entsetzt, konnte meine Anfrage nicht einordnen und verabschiedete sich äußerst freundlich und verbeugend vor mir. Beim "Gespräch" warf ich kurz einen Blick hinüber zum Bischof und Ältesten. Die Gesichter ernst, hart und forschend auf mich gerichtet, dass einem angst und bange werden konnte. Schnell wurden sie freundlich.

Eine Schwester berichtete auf meine Anfrage nach dem Artikel von Michael Koch, dass sie diese Art der Berichterstattung nicht gut fände. Es sei nicht in Ordnung, sondern "Bildzeitungsniveau". Sie wusste aber sofort, um was es sich handelte.
Im Gespräch mit den Teilnehmern des Gesprächskreises "Toleranz im Glauben" konnte ich jedenfalls diesen Eindruck nicht bestätigen, das der Beitrag von Michael Koch "Bildzeitungsniveau" hätte.

LG

Olaf

ich möchte Euch über die weiteren Ereignisse in der Gemeinde Hamburg-Blankenese auf dem Laufenden halten.

Zuerst bedanke ich mich recht herzlich bei Jens Joachim von der virtuellen Informationsplattform "NAKtuell" für sein Vertrauen und für die Umarbeitung meines Berichtes zu einem redaktionellen Artikel auf seinem Board.
Wegen einiger Nachfragen informiere ich darüber, dass ich kein Mitarbeiter oder "Kollege" von "GK" bin, sondern ich habe aufgrund eines Artikels von Michael Koch auf "GK" die Gemeinde Hamburg-Blankenese besucht. In diesem Punkt gab es schon mehrfach Missverständnisse. Auch die Sorge des Bezirksapostels Schumacher, hinter den Interneteinträgen würden ausschließlich Amtsbrüder der Gemeinde Hamburg-Blankenese stecken, ist unbegründet.

Zum Thema:

Die Frage nach dem Grund der öffentlichen Anfrage und Bitte um Klärung durch den Bruder Z. am 04. 01. 2007 an den Bezirksapostel Schumacher lässt sich am besten durch drei markante Zitate aus dem Antwortbrief von Stammapostel Leber vom 04. Dezember 2006 auf das Schreiben der Gemeinde Hamburg-Blankenese vom 12. November 2006 beantworten.

Nach einem erneuten Besuch am 14. 01. 2007 muss ich leider mitteilen, dass vom Bezirksevangelisten Knobloch nach dem Gottesdienst ein Schreiben des Apostels Rüdiger Krause verlesen wurde mit der Mitteilung der Amtsniederlegung des Priesters J. und des Diakons R.. Damit wurde der im Antwortschreiben des Stammapostels angekündigte Versuch einer "dauerhaften Lösung" des Konfliktes eingeleitet.

Zitate aus dem Antwortschreiben:

>>In der Tat wollen die Amtsträger "um jede einzelne Seele kämpfen". Das kann natürlich nicht bedeuten, dass wir Lehrpositionen aufgeben, nur um Harmonie zu erreichen.<<

>>Es haben sich im Laufe der Zeit Arbeits- und Gesprächskreise gebildet. Das ist eigentlich nichts Negatives. Ich muss aber darauf hinweisen, dass immer wieder einmal berichtet wurde, dass in diesen Kreisen die offiziellen Lehrpositionen der Kirche nicht unbedingt unterstützt werden.<<

>>Natürlich möchten wir jeden Amtsträger behalten. Ich habe allerdings an dem Uster-Abend deutlich gemacht, dass ich erwarte, dass sich die Amtsträger ganz hinter die Lehraussagen der Kirche stellen.<<

Im Klartext heißt es, wer von den Amtsträgern den Eindruck erweckt, er stehe nicht "ganz hinter die Lehrausagen der Kirche", wird zur Stellungnahme aufgefordert. In diesem Fall sollten sich die Amtsträger in Hamburg-Blankenese mit dem Inhalt des Osnabrücker Gottesdienstes vollständig identifizieren.

Nach der Verlesung des Briefes von Apostel Rüdiger Krause durch den Bezirksevangelisten Knobloch wurde den beiden ehemaligen Amtsträgern ein Blumenstrauß überreicht und für die geleistete Arbeit in der Gemeinde gedankt. Aus dem Gefühl der Verbundenheit erhoben sich viele Gemeindemitglieder spontan von ihren Plätzen.
"Gesundheitliche Gründe" für die Amtsniederlegungen konnten nicht vorgeschoben werden. Im Endeffekt blieb die Warum-Frage, Trauer und Wehmut bei den ehemaligen Amtsträgern und den Geschwistern. Die Kinder, die sich vor dem Abendmahl fröhlich Hand in Hand in die vordere erste Bankreihe gesetzt hatten, konnten die Traurigkeit am Ende des Gottesdienstes garnicht begreifen.
Sollte man den Kindern mit ihren oft ausgeprägten Gerechtigkeitssinn den Konflikt ( z. Zt. unauflösbarer Konflikt ) erläutern ? Oder reicht es vollkommen aus, dass die Kinder in einer glaubenden und liebenden Gemeinde wie in Hamburg-Blankenese Glauben als Vertrauen erfahren, so dass diese von der Kirchenleitung vollzogenen tiefen Einschnitte in das Gemeindeleben für sie sekundär sind ?

Diese Frage möge sich die Kirchenleitung auch stellen in ihrem Kampf um die Aufrechterhaltung der "offiziellen Lehrpositionen der Kirche."

Vergessen möchte ich nicht bei meinem nächsten Beitrag meine positiven Eindrücke vom Gottesdienst am 07. 01. 2007. Dienstleiter war der Priester N. aus der Gemeinde Hamburg-Blankenese.

LG

Olaf

Verfasst am: 31 Jan 2007 23:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo miteinander,

nach meinen Besuchen am 04. 01, 07. 01. und 14. 01. 2007 habe ich vergangenen Sonntag, den 28. 01.,nochmals die Gemeinde Hamburg-Blankenese besucht.

Beeindruckt war ich erneut von der ausgeglichenen und zuversichtlich fröhlichen Atmosphäre in der Gemeinde, wobei der Kinderchor zum Ende des Gottesdienstes massgeblich zur Fröhlichkeit beitrug mit einem Vortrag.

Locker swingend und im Rhythmus klatschend überraschten sie die Geschwister mit einem schwungvollen Lied. Sie hatten zuvor in der Kinderbibelnacht dafür fleißig geübt. Ein guter Kontrast zu dem etwas düster anmutenden Eingangslied Nr. 396 vor dem Gottesdienst ( "Einen Tag im Himmel leben, freuet mehr als tausend hier, sollt ich an der Erde kleben, die viel Trübsal bringet mir ? Könnt ich auch tausend Jahre hier in eitler Freude sein, wär es gegen jene wahre doch in Wahrheit eine Pein" ).

Klatschen in einer neuapostolischen Kirche war immer suspekt, trotzdem gab es tosenden Beifall nach dem Kinderchor.

Ich möchte meine subjektiven Eindrücke von der reformatorischen Gemeinde HH-Blankenese auch diesmal nicht zurückhalten ohne Absicht , zu glorifizieren.

Also es gibt meiner Meinung nach eine Geborgenheit gebende Atmosphäre von Räumen, Traditionen, Zeremonien o. ä.. Das Gefühl der Geborgenheit in HH-Blankenese entsteht mehr dadurch, dass dass man sich dem Menschen dort grundsätzlich zuwendet, so wie er ist. Er ist wertvoll, weil er da ist. Diese Gefühl des Angenommenseins und der Geborgenheit vermittelten die Amtsträger Priester N. und Priester Sch. bei meinem Besuch am 07. 01. 2007.
Priester Sch. ist übrigens der Amtsträger, der zwar mitdienen, aber keinen Gottesdienst halten darf. Ich bezeichne diesen Gottesdienst aus der Erinnerung heraus als eine sprachlich vom Altar dargestellte Entfaltung des Weizenkornvergleiches aus Joh. 12, 24.
Vor dem Abendmahl wurde innegehalten und im Bewußtsein der Bedeutung des Sakraments der Sündenvergebung der Gemeinde über ein Orgeleinspiel etwas Zeit zur Sammlung und Andacht gegeben. Der gesamte Gottesdienst hatte durchgehend eine einzigartige schwermütige Melodie, die klar aussagte, hier stellt man sich wirklich ernsthaft der Jesustradition des Neuen Testaments.

Deutlich und regelrecht greifbar war eine fast verzweifelte Angst und Sorge um das erreichte lebendige und harmonische Gemeindeleben, wurde doch ausdrücklich und kompromißlos vom Stammapostel Dr. Wilhelm Leber in seinem Antwortbrief auf das kritische Schreiben der Gemeinde mitgeteilt, dass keine Lehrpositionen aufgegeben werden nur um der Harmonie willen. Deshalb war die geäußerte Überlegung des dienstleitenden Priesters N. erschütternd und gleichzeitig aus dem Herzen der Geschwister gesprochen: "Alle wollen das Gute, aber... ."

Viele Male war der Gottesdienst unterbrochen aufgrund der tiefen inneren Bewegung. Man wäre am liebsten aufgestanden und hätte etwas zur Beruhigung gesagt, ähnlich wie der Bruder Z. den Bezirksapostel Schumacher zweimal öffentlich zur Rede gestellt hatte, damit der angespannte Zustand doch endlich durch eine Klärung beendet würde. Der damalige Bezirksapostel und heutige Stammapostel Dr. Wilhelm Leber hatte 2003 Gespräche mit Charismatikern geführt und selbst für mehr Offenheit plädiert. Jetzt wird zurückgerudert.

Ergebnis der Vorgehensweise der Kirchenleitung ist eine wartende und leidende Gemeinde. Mit einem überwiegenden Teil der Amtsträger wurden Gespräche geführt zur Überprüfung ihrer inneren Einstellung. Einige müssen sich noch dem Loyalitätstest unterziehen, ähnlich wie in der ehemaligen DDR die Vorsprache von Kritikern vor der Parteikontrollkommission zwecks eventuellem Ausschluß aus der Partei, denn die Partei hat immer recht. Was nützt ein Dialog, wenn einer überzeugt ist, im Besitztum der Wahrheit zu sein. So wird der Dialog seines Wesens von vornherein beraubt. Es entstehen zwei nebeneinanderlaufende Monologe.
R. Garaudy sagte: "Die Begegnung muß, wenn sie nicht nur gelegentlich oder aus taktischen Gründen stattfindet, im Zentrum unseres Selbst geschehen".

http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Paulusgesellschaft

Selten kommt es aber nach dem Dialog zu einer Einheit, sondern zu einer Belehrung und ....... Amtsniederlegung.

Es mutet auch eigenartig an, dass auf Anweisung des Apostels Rüdiger Krause im neu angebauten Gemeinderaum ein schmiedeeisernes Kreuz entfernt werden soll. Ein Diakon hat es künstlerisch selbst gefertigt. Könnte man nicht trotz Beschluss der BAV in diesem Fall etwas toleranter sein ?

Ohne pathetisch zu übertreiben, über die Gemeinde HH-Blankenese kann man den Zweizeiler aus Gottfried Kellers "Grünem Heinrich" setzen:

"Blüh auf, gefrorner Christ! Der Mai ist vor der Tür: Du bleibest ewig tot, blühst du nicht jetzt und hier."

Jeder kann sich selbst ein Bild machen und vielleicht bei einem Besuch im schönsten Stadtteil Hamburgs die Gemeinde besuchen. Sollte zufällig gerade als Dienstleiter ein Apostel zugegen sein, zeugen leere Kirchenbänke von seiner Anwesenheit. Twisted Evil

Der "Festgottesdienst" mit dem Bezirksapostel Schumacher am 04. 01. 2007 war nicht gut besucht.

Kurze Anmerkung zum Artikel auf der holländischen Homepage:

Ich wurde gefragt, ob nun 55 oder 70 Gottesdienstbesucher den Brief an den Stammapostel Dr. Wilhelm Leber unterschrieben hätten. Bei der Zahl 55 handelt es sich um Gemeindemitglieder über 14 Jahre.

Dieser Brief wird nach Aussagen von Gemeindemitgliedern eventuell nach dem 31. 01. 2007 zur Veröffentlichung freigegeben. Diese Entscheidung der Gemeinde sollte man respektieren.

Es wäre angebracht, wenn die Kirchenleitung sich konkret und inhaltlich den Kritikpunkten stellen würde.

LG

Olaf

 

Voor meer informatie zie het Forum QUO-VADIS-NAK?

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Durch einen Bericht von Olaf Wieland vom Hamburger Gesprächskreis „Toleranz im Glauben“ auf dem Forum „Quo vadis Nak“, der von „NAKtuel“ redaktionell umgearbeitet und veröffentlicht wurde, kam Michael Koch von „Glaubenskultur“ in Zuzwang. Ergebnis ist dieser kostenpflichtige Beitrag. Auch wenn die Bestrebung im Beitrag von Michael Koch erkennbar ist, den Vorwurf eines „Bildzeitungsniveaus“ zu begegnen, bleiben Mängel.

Dazu zählt eine unvollständige Quellenangabe und die Einstufung von Olaf Wieland als Unperson, indem er den Namen nicht nennt und ausweichend von einem „Schreiber“ spricht. Seinen Ärger und seine Frustration über die Gemeinde Hamburg – Blankeneese, die ihn nicht mit ausreichenden Informationen versorgte, teilte er auf „GK“ mit.

Auch anwaltliche Drohungen von Michael Koch gegen einen NAK – kritischen Buchautor stehen einem sachlichen und konstruktiven Dialog im Wege.

Für eine „Offene Kirche“ lasst uns geschwisterlicher zusammenarbeiten.

 

Die Hamburger Frage

 

Blankenese steht vor schwieriger Situation ­ die NAK auch

 

Man könnte meinen, ein kleines gallisches Dorf habe sich ein paar Kilometer

westlich der Hamburger Innenstadt gebildet. Ein römischer Stadthalter überbringt fortwährend Grüße eines fernen Cäsars. Doch nein, es ist  Bezirksapostel Schumacher, der die Abtrünnigen wieder auf Kurs bringen muß. Das fällt ihm schwer. Und um die Gemeinde herum ist man sich unsicher, ob ihr Tun nun gut oder schlecht ist.

 

Hamburg (gk). In der Hansestadt kursiert unter Amtsträgern derzeit diese Geschichte. Fragt ein Priester seinen Vorangänger: “Wenn ich in Blankenese

eingeteilt werde, darf ich dann dort Heiliges Abendmahl feiern? Auf dessen ratlosen Blick folg die Erklärung: “Eigentlich ist die Teilnahme an ökumenischen Segenshandlungen doch verboten, oder? ­ Die humoristische

Einlage zeigt, wie hilflos man derzeit in Hamburg auf diese kleine Gemeinde

des innerkirchlichen Widerstandes blickt. In Blankenese haben sie im November fast geschlossen einen Brief an Stammapostel Dr. Wilhelm Leber

geschickt. 70 von 90 Gottesdienstbesuchern haben ihn unterschrieben. Kurze  Zeit später, am 26. November 2006, hält das Kirchenoberhaupt einen

Gottesdienst in Osnabrück mit Aussagen, die sich kein ökumenisch gesinnter

Neuapostole gewünscht hat. “Nicht sehr hilfreich“ für die ökumenischen Bemühungen sei das gewesen, hieß es aus offiziellen Reihen. Auf verschiedenen Leitungsebenen frug man sich, was dem Stammapostel wohl in der Woche davor passiert sein könnte, dass er derartiges predigte. In Blankenese war das allen klar: “Da wurden genau die Fragen beantwortet, die wir Leber gestellt hatten.

 

Es ging um das Apostelverständnis wie es am Uster-Abend definiert wurde:

“Die Vermittlung von Heil geschieht nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift im gegenwärtigen Abschnitt des göttlichen Heilsplans durch das Apostelamt, das die Aufgabe hat, das Wort Gottes zu verkündigen und die Sakramente zu spenden. Solche Aussagen stießen auch andernorts auf. In Blankenese wollte man den Absolutheitsanspruch nicht hinnehmen und kämpfte um die

Akzeptanz von insgesamt fünf Amtsträgern, die dies nicht konnten. Wenn Leber in Osnabrück die Fragen der Blankeneser beantwortete, dann ging es

sicherlich auch um die Sündenvergebung. Nachdem die NAK seit Uster Taufen anderer christlicher Kirchen anerkennt, erscheint es nicht unbedingt

logisch, dass man deren Sündenvergebung nicht ebenfalls akzeptiert. Es sei

aber “ganz eindeutig, dass der Herr Jesus den Kreis seiner Jünger ansprach, als er sagte: “Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben“. Und die

Jünger sind nach neuapostolischem Verständnis nun mal gleichzusetzen mit den stammapostel-ordinierten Aposteln in der NAK. So konnte Wilhelm Leber in Osnabrück ohne Probleme sagen: “Wenn die Apostel nicht tätig werden, dann ist auch keine Sündenvergebung da. Ich kann das nicht ändern, Ihr

Lieben, das ist göttlicher Ordnung. ­ Eine Aussage, die nicht nur in Neuapostolisch-Gallien frustrierte.

 

Vor Weihnachten hatte die kleine Gebietskirche Hamburg nun eine Gemeinde mit einem beurlaubten Priester und einem weiteren Priester, der keine Gottesdienste mehr halten durfte, gleichwohl aber im Amt blieb. Beide Seiten standen unter Druck; die Kirche, die noch nie einen derart geschlossenen Widerstand kennen gelernt hatte und eine Gemeinde, die wusste, dass über die Hälfte ihrer Amtsträger nach Meinung der Kirchenleitung besser den Hut nehmen sollte.

 

Dann ging alles Schlag auf Schlag. Bezirksapostel Karlheinz Schumacher sagte sich für einen Mittwochabend-Gottesdienst am 6. Dezember an. Der zuständige Apostel Rüdiger Krause musste eigens einen schon geplanten Gottesdienst verlegen um ebenfalls daran teilzunehmen. Der Besucher erlebte neben dem beachtenswerten Weihnachtsschmuck zunächst eine oberflächlich friedliche Gemeinde und einen Bezirksapostel, der in seiner Predigt deutlich die Osnabrücker Aussagen rekapitulierte. Erst am Schluss des Gottesdienstes las der Hamburger Kirchenpräsident einen Antwortbrief des Stammapostels vor.

 

Darin drückte Leber aus, dass er Schumacher angewiesen habe, sich nun selbst einzubringen “und für Klärung zu sorgen. “Dabei wird der Kreis der Amtsträger im Vordergrund stehen. Ziel sei es “alle zu bewahren und allen eine Hilfe zu sein wozu er die Gemeinde um Unterstützung bat. Dass er sich nicht selbst darum kümmern konnte, obwohl ihn die Gemeinde persönlich um Hilfe bat, führte der Stammapostel auf “zeitliche Gründe zurück.

 

Nachdem er den Brief verlesen hatte, fügte Bezirksapostel Schumacher hilflos-süffisant hinzu: “Nochmals liebe Grüße von unserem Stammapostel. -

Singt ihr uns ein Lied, ihr lieben Sänger ? Da stand ein Gemeindeglied aus einer hinteren Reihe auf und sagte: “Lieber Apostel, die Gemeinde ist sehr angespannt. Machen Sie es doch bitte etwas klarer, was heißt das für die Amtsträger? Werden Sie uns unsere Priester wiedergeben? Können Sie uns das sagen? Die Reaktion war für die Anwesenden ernüchternd: “Ich möchte da im Moment - wir sind gerade in einem Zusammenhang mit einem Gottesdienst - nichts weiter dazu sagen. Und ich möchte den Worten unseres Stammapostels momentan nichts hinzufügen. Ich glaube, das ist auch nicht erforderlich. ­

Erneut bittet er den Chor um ein Lied und wendet sich dann noch einmal an

die Gemeinde: “Der Stammapostel hat gesagt, ich werde auf euch zukommen -  schneller als heute Abend auf euch zukommen, konnte ich nicht.

Fortan sollte die Gemeinde jeden Monat eine Ämterversammlung und einen

Gottesdienst durch den Kirchenpräsidenten persönlich erhalten. Am drauf folgenden Sonntag bestätigte dies ein Priester der Gemeinde im Rahmen der Ansagen und fügte hinzu: “Es lohnt sich also doch, wenn man Briefe an den

Stammapostel schreibt. ­ Die Gemeinde quittierte dies mit Gelächter. Und noch ein weiterer Effekt machte sich im betroffenen Apostelbezirk bemerkbar: systematisch klopft Apostel Krause seine Mitarbeiter seither auf Loyalität ab und stellt den Hamburger Amtsträgern die Frage, ob sie sich

hinter die Aussagen des Stammapostels im Rahmen des “Uster-Abends stellen könnten.

 

Um die Gemeinde herum blickt man ratlos auf die Situation. Selbst progressive Kräfte sind nicht unbedingt gut auf die Blankeneser zu sprechen.

Weil man dort frühzeitig mit Hauskreisen und Bibelarbeit begonnen habe, seien diese Begriffe nun in anderen Gemeinden kaum noch zu gebrauchen, klagt ein Amtsträger. Schnell werde ein “zweites Blankenese beschworen. Ein paar Glaubensgeschwister flüchteten sogar aus Blankenese in andere Hamburger Gemeinden. Andererseits zeigte man sich in Hamburg schon vor Jahren offen für evangelikale Ideen. Nicht zufällig traf sich Stammapostel Richard Fehr am 23. März 2003 mit Markus Auras, einem Pastor der Anskar-Kirche zu einem Gedankenaustausch. Dabei wurde bekannt, dass auch der damalige Bezirksapostel Leber sich mit dem Freikirchler “hin und wieder traf. Der Bezirksälteste für Hamburg-West, Jörg Steinbrenner, nahm damals sogar eine Einladung Auras zu einem “Grundkurs des Glaubens wahr.

 

Kontakte zur Anskar-Kirche unterhält man auch schon länger in Blankenese. Unbedarfte Gottesdienstbesucher der Gemeinde erzählten schon vor einiger Zeit von der “evangelikalen Atmosphäre dort und wußten nicht recht, wie sie das einordnen sollten.

 

Einem Bericht auf der Gemeinde-Webseite zufolge begann man im Jahr 2003

mit Bibelstunden. Das war das “Jahr der Bibel ­ “es entstand der Gedanke, uns mehr mit diesem Buch, der Grundlage unseres Glaubens, zu beschäftigen, heißt es dort. Die Nachfrage sei so groß gewesen, “dass zwei Gruppen, per Los, gebildet wurden. Weil sie einmal in der Woche für zu häufig und einmal im Monat für zu wenig fanden, einigte man sich auf Treffen in der ersten und dritten Woche des Monats; Dienstags bei der einen Familie, Donnerstags bei der anderen. Was nach unbestätigten Berichten den ersten Konflikt mit der Kirchenleitung schuf, wird auf der Webseite ganz positiv ausgedrückt:

 

“Dankbar sind wir dafür, dass Gott die Gedanken auf die Serendipity-Serie

des Brunnen Verlags  gelenkt hat. Ein Arbeitsheft für Kleingruppen, das uns eine gute Starthilfe war, da es ja Neuland für uns war. Als Ziel der Hauskreise wird u.a. aufgeführt: “Durch das Gespräch über biblische Texte und die gemeinsamen Gebete, wachsen wir zu einer tragfähigen Gemeinschaft zusammen. Über diese Bibelarbeit hinaus haben sich in der Vergangenheit weitere Interessengruppen gebildet.

 

Dennoch, die kritische Gemeinde hat nichts “aufrührerisches. Im Gegenteil, man bemühte sich um Ruhe. Mühsam versuchte der gk-Redakteur das Wohlwollen der Blankeneeser zu gewinnen, wenigstens mit ein paar Zeilen eine Erklärung für den Osnabrücker Stammapostel-Gottesdienst, vor dem eine erhebliche Anzahl Kirchenmitglieder quer durch alle Stufen ratlos stand, zu liefern.

Vorsteher Rüdiger Knobloch hoffte auf eine “innere Heilung die er unter Beobachtung durch die “Weltöffentlichkeit nicht mehr gegeben sah. Die Gemeinde blockte erstaunlich hart alle Informationen an die Presse ab. Doch

inzwischen reagierte die Forenszene auf den Fall. Ein Schreiber berichtet von einem Gottesdienst durch den Bezirksapostel vom 4. Januar diesen Jahres.

Wieder sei ein Gemeindemitglied am Ende aufgestanden und habe um “Klärung des Sachverhaltes gebeten. Die Antwort Schumachers: “Wir arbeiten intensiv an dem Problem. Bitte glauben Sie mir. Haben Sie Geduld. Zum Abschluss floh sich der Kirchenpräsident in eine seltsame Theatralik: “Ich habe Euch noch etwas Besonderes mitgebracht ... und nach einer rethorischen Pause: “...   Grüße vom Stammapostel.

 

Eine weitere Eskalationsstufe wurde vergangenen Donnerstag erreicht. In einer Ämterversammlung mit Bezirksapostel Schumacher wies dieser mehrfach darauf hin, dass jemand, der die Lehraussagen der Neuapostolischen Kirche nicht vertreten könne, kein Amt ausüben dürfe. Fälschlicherweise unterstellte der Kirchenpräsident zudem den Anwesenden, sie seien für den Informationsfluss ins Internet verantwortlich. Ein Diakon beugte sich dem Druck noch während der Versammlung und gab sein Amt zurück, ein weiterer legte einen Tag später sein Amt schriftlich nieder. Am letzten Sonntag bekamen die beiden ein Blumenstrauß überreicht - viele Gemeindemitglieder erhoben sich spontan von ihren Plätzen.

 

Kirchenintern wird derzeit diskutiert, ob die Gemeinde Blankenese symptomatisch für einen Gesamtzustand in der Neuapostolischen Kirche steht und welche Folgen dies haben könnte. Engagierte Amtsträger überlegen bereits, wie sie auf die “Hamburger Frage, ob sich der betreffende hinter die Aussagen des Stammapostels zu Uster stellen könne, reagieren würden.

 

Favorisiert wird dabei die Antwort: “Ich stelle mich voll und ganz hinter die Aussagen des Stammapostels, weil ich sie als einen ersten Schritt in einem notwendigen Reformprozess sehe.

 

m.koch/ 2007-01-16

 

© glaubenskultur Verlag 1996-2006

 

 Im Internet wurde über die Anskat – Kirche bereits in einem längeren Artikel vor Jahren berichtet. Ich finde ihn nicht so schnell. Stammapostel Fehr und Leber haben dort sehr viel gelernt. Daher auch der verbriefte Ausspruch von Leber : „Von anderen Kirchen können wir viel lernen“. Oder ähnlich. Das kann man sehr laut und deutlich sagen. Ich habe mir Hunderte Seiten 2003, von dieser Kirche ausgedruckt. Bis die N A K dort angelangt ist werden noch Jahre vergehen. Wenn es die Zeit erlaubt werde ich nur mal alleine die Literatur auflisten. Denn nicht jeder Leser hat Internet und kann sich über die Anskat – Kirche selber schlau machen.