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     Stamapostel Bischoff in Siegen.                  
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Stamapostel J.G.Bischoff in Siegen Duitsland. juni 1959.

Behalve zijn "Boodschap" predikt hij ANGST!

Als u niet wil luisteren naar ons, en niet doet wat wij van u vragen, dan wacht u de eeuwige verdoemenis! Aldus Bischoff!

Spreekt hier de Heilige Geest, de geest der waarheid, de geest der liefde? (Red.)

Für die Geschwister aus dem Bezirk Siegen war es ein großer Festtag, als der Stammapostel einen Gottesdienst in Siegen hielt. Zu diesem Gottesdienst war auch Apostel Walter Schmidt aus dem Bezirk Nordrhein-Westfalen erschienen. Aus Jesaja 1 hatte der Stammapostel die Verse 16-20 vorgelesen:
„Waschet, reiniget euch, tut euer böses Wesen von meinen Augen, laßt ab vom Bösen;
lernet Gutes tun, trachtet nach Recht, helfet dem Unterdrückten, schaffet dem Waisen Recht, führet der Witwe Sache.
So kommt denn und laßt uns miteinander rechten, spricht der Herr. Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden; und wenn sie gleich ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.
Wollt ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genießen.
Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom Schwert gefressen werden; denn der Mund des Herrn sagt es."
In der Predigt sagte der Stammapostel unter anderem:
„Es liegt _im Willen unseres Gottes, daß wir durch seinen Geist an Vergangenes erinnert werden, Gegenwärtiges empfangen und auch in die Zukunft schauen dürfen. Unser Glaube richtet "sich also nicht• nur in die Vergangenheit, er erfaßt auch, was Gott uns in der Gegenwart anbietet und was uns für unsere Zukunft geschickt macht. So werden wir von einer Erkenntnis in die andere geführt und wissen, daß es der Geist des Herrn ist, der uns leitet.
Mit dem vorgelesenen Schriftwort wandte sich der Prophet an das Bundesvolk des Alten Testamentes. Es war notwendig, dieses Volk zu ermahnen; denn es hat trotz des Bundes, den Gott mit ihm geschlossen hatte, nicht immer getan, worauf Gottes Wohlgefallen hätte ruhen können. Darum ließ ihnen der Herr sagen: ,Waschet, reiniget euch, tut 'euer böses Wesen von meinen Augen, laßt ab vom Bösen.' Er verhieß ihnen aber auch, daß die später als ihren Vater beriefen. Das Gelobte Land war ihnen verheißen, und die Kinder Israel sollten des Landes Gut genießen. Der Ursprung des Volkes wie auch die Zusagen, die der Herr ihm gemacht hatte, befanden sich in irdischem Bereich. Sie waren aus natürlichem Samen hervorgegangen und sind nicht wie wir durch die Wiedergeburt aus Wasser und Geist geboren. Sie waren Gottes Volk, aber nicht Kinder des Allerhöchsten.
Der Geist des Herrn ist uns gegeben, damit wir durch ihn den göttlichen Willen erfahren und als Kinder Gottes nach seinem Sinn und Wesen erzogen werden. In alter Zeit hat der Herr durch die Propheten zu seinem Volke gesprochen, im Neuen Bunde sagte er bei der Verklärung Jesu: ,Das ist mein lieber Sohn, den sollt ihr hören!' Der Herr hat sein Volk und Erbe nicht an menschliche Ideen und Meinungen gebunden, sondern der Sohn Gottes hat denen, die ihm der Vater zuführt, die Zusage gegeben, daß sie durch den Heiligen Geist gelehrt werden. Der Sohn Gottes hat eine andere Sprache gesprochen als der Prophet Jesaja; aber was er sagte, war dennoch der Wille Gottes, der seinem Volke das Beste geben wollte. Paulus schrieb, daß Christus des Gesetzes Ende sei, und er bemerkte dazu, daß die Gerechtigkeit aus dem Glauben komme. So forderte Jesus auch: Glaubet an Gott und glaubet an mich! Mit Christo hatte ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Reiches Gottes begonnen. Es war selbstverständlich, daß es bei diesem Beginn nicht bleiben sollte und daß dieser Abschnitt auch nicht beendet war, als Jesus seinen Auftrag erfüllt hatte und wieder zum Vater zurückkehrte. Jesus hat das von ihm am Stamme des Kreuzes erworbene Verdienst nicht mit zum Vater genommen, sondern hat es in die Hände seiner Apostel gelegt, die er bevollmächtigte, Sünden zu vergeben und zu behalten. Er sandte sie an seiner Statt und rüstete sie aus mit allen Kräften, die erforderlich waren, sein Werk fortzusetzen. So konnte er sagen: Wer euch hört, hört mich. — Damit die Apostel ihrem Auftrag gerecht werden konnten, hat sie der Herr Jesus angewiesen, in Jerusalem zu bleiben, bis sie den Geist von oben empfangen hätten. Ihn hat der Herr als den Tröster und den Lehrer in alle Wahrheit bezeichnet. Aus eigener Kraft wären die Apostel nicht imstande gewesen, die Aufgaben zu lösen, die ihnen der Herr gestellt hatte. Dazu bedurften sie der Kraft des Heiligen Geistes. Die Wirksamkeit der Apostel hatte nun auch im Gegensatz zu dem, was Gott einem Jesaja in den Mund legte, den Zweck, Menschenseelen zu erlösen und sie geschickt zum Reiche Gottes zu machen. Hier war keine Rede von einem natürlichen Lande, dessen Früchte von den Gesetzestreuen genossen werden durften. Am Ende ihres Wirkens steht der Tag, an dem Jesus wiederkommt, um die Seinen zu sich zu nehmen. Nicht eine natürliche Stätte ist ihnen bereitet worden — der Herr hat ihnen gesagt, daß sie dort sein sollen, wo er ist! Wenn dies auch bis heute noch nicht erfüllt ist, so besteht an der Wahrhaftigkeit dieses Versprechens für uns kein Zweifel. So hat ja der Herr Jesus auch die Verhältnisse und die Zeit geschildert, die seinem Kommen voraufgehen. Daß wir darin leben, sehen wir jeden Tag aufs neue. Was aber hätte das Kommen Jesu für einen Wert, wenn keine Brautgemeinde da wäre, die er zu sich nehmen könnte?! Deshalb hat Jesus Fürsorge getroffen, daß auch am Ende wieder gegeben ist, was am Anfang bestand und wir heute durch seine Apostel bedient werden. Jesus hat die Sendung seiner Knechte nach Lukas 11, Vers 49, verheißen. Die damit angekündigten Apostel und ihre Mitbrüder haben nicht ohne Erfolg gehandelt, dafür sind wir selbst der beste Beweis. Wir sind durch ihr Wort, durch die Zuwendung der göttlichen Gnade in der Vergebung, durch den Empfang des Heiligen Geistes und durch den Genuß des Heiligen Abendmahles zu Gottes Kindern geworden und Schafe seiner Weide. Daraus ergibt sich aber auch, daß der Geist des Herrn, den wir empfangen haben, durch uns tätig ist. Der Fürst dieser Welt läßt nichts unversucht, um wieder Macht über uns zu bekommen und durch uns sein Wesen zu offenbaren. Sollte ihm dies gelingen, dann sind bittere Folgen damit für uns verbunden.
Uns hat der Herr Jesus nicht wie damals Jesaja dem Volke gesagt, daß unser Ungehorsam den Tod durchs Schwert zur Folge hat, aber er hat in dem Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen darauf hingewiesen, was die zu erwarten haben, die leichtfertig und oberflächlich oder, wie er sich ausdrückte, töricht handeln, töricht denken und vergessen, das nötige Oel zu sammeln. Ihnen gilt das Wort: Ich kenne euch nicht! Daran ist aber mehr gebunden als der leibliche Tod. Es nutzt nichts, wenn solche dem Herrn entgegenhalten wollen, wieviel Gutes sie getan haben. Der Unglaube, mit dem sie seinem Wirken gegenüberstanden, war auch durch ihre vermeintlich guten Werke nicht auszugleichen. Jesus bezeichnete sie sogar als Uebeltäter und weist sie von sich. Jesus bekennt sich also keineswegs zu ihrem Tun, wenn sie auch seinen Namen dazu benutzt haben und ihr Wirken sicherlich als einen Dienst 'Gottes ausgaben.
Nun ist uns die Wiederkunft des Herrn nicht nur durch seine Worte angesagt, die in der Heiligen Schrift stehen. Wir wissen, daß er mir die Zusage gab, in meiner Lebenszeit wiederzukommen. Ueber diese Offenbarung wird viel gespottet und gehöhnt. Das aber berührt uns nicht. Wir halten uns an die Zusage, die uns der Herr gegeben hat, und bauen darauf, daß er uns bei seinem Kommen nicht zurückläßt, weil wir seinem Wort glauben und uns danach einstellen. Wenn der Tag des Herrn vorüber ist, nutzt niemandem mehr die Erkenntnis, daß wir doch recht gehabt haben. Es gibt dann nur noch solche, die aufgenommen wurden und solche, die zurückgeblieben sind. Der Herr hat damals dem alten Bundesvolk klar vor Augen gestellt: Tust du das, was ich von dir verlange, dann wirst du leben und des Landes Gut genießen; tust du es nicht, dann wirst du vom Schwert gefressen werden! Einen anderen Weg ließ Gott nicht offen. Ebensowenig gibt es einen Mittelweg, mit dem wir uns über die Wirkungen der göttlichen Verheißungen für unsere Zeit hinwegsetzen können.
In unserer Zeit ist wohl kaum jemand ohne Sorge. Die große Menge der Menschen fürchtet die kommenden Ereignisse. Nur für die kleine Schar, die dem Herrn angehört, ist die Zukunft offen und klar. Wir wissen, daß der Tag des Herrn kommt, nicht als ein Fallstrick für uns, sondern als der Tag unserer Heimführung. Unsere Sorge besteht darin, daß wir den Willen Gottes nicht nur glauben, sondern auch tun. Der Herr Jesus hat laut Matthäus 7 gesagt, daß es nicht ausreicht ,Herr, Herr!' zu sagen, und er hat auch ein Gleichnis angeführt, in dem er das Verhalten eines Mannes, der sein Haus auf einen Felsen baut, dem Verhalten eines anderen gegenüberstellt, der auf Sand baut, und er erläuterte daran, daß der vergeßliche Hörer kein Fundament hat, das ihm in Stürmen Sicherheit gibt. Wir können unserer Zukunft getrost entgegengehen, und wir haben Ursache zur Freude und Dankbarkeit. Wir erkennen, was uns in Jesu geworden ist, und wenn wir uns an das halten, was uns der Geist der Wahrheit übermitteln wird, dann haben wir keinen Grund zur Fürcht. So wollen wir heute auch nicht nur Hörer des Wortes sein; wir wollen seine Gnade empfangen, aber auch in der Zukunft suchen, seinen Willen zu tun, denn das Urteil über die Törichten und die Uebeltäter bleibt unangefochten bestehen, niemand kann es ändern!"
Apostel Walter Schmidt diente in diesem Gottesdienst ebenfalls. Er wies in seinen Ausführungen darauf hin, daß Jesus schon einmal aufmerksam machte, wie Könige und Propheten ersehnt haben, das zu schauen und zu hören, was die Seinen sehen und hören durften.
„Wir, die wir in der Zeit der Vollendung leben", so sagte Apostel Schmidt, „dürfen mit Freuden wahrnehmen, daß uns durch den Geist des Herrn geboten wird, was zu unserer vollen Ausreife dient. Der Stammapostel erklärte uns vorhin den Unterschied zwischen den Forderungen, die Jesaja an das alte Bundesvolk richtete, und den Forderungen, die der Herr an die Seinen stellt. Zu allen Zeiten hat Gott durch seine Knechte gesprochen und seinem Volke gesagt, was zu tun nötig ist. Wenn man dabei auch gewisse Unterschiede feststellen kann, so ergibt sich aber beim genauen Betrachten die Tatsache, daß der Erlösungsplan unseres Gottes vom Anfang bis zum heutigen Tage
in einem Zusammenhang steht und eine klare Linie aufweist. Gott ist nie von seinem Plan abgewichen, und er hat niemals sein Vorhaben verlassen. Nach seinem Willen hat er einst und heute verkündet, was zur Bereitung und Vollendung der Seinen dienen sollte. Wir brauchen deshalb nicht in dir übrige christliche Welt hineinzusehen. Wir sind für die vielen Altäre, die dort aufgerichtet sind, nicht verantwortlich. Eines aber wissen wir: Unter uns ist der lebendige Altar aufgerichtet im Gnaden- und Apostelamt, und zu diesem Altar halten wir uns!
Wir sehen heute, wie sich im Erlösungswerk unseres Gottes alles nach dem Willen des Herrn so gestaltet, wie er es vorausgesagt hat. Da gilt vor allem das Wort Jesu: ,Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut' (Matthäus 12, 30). Dieses Wort, auf unsere Zeit angewandt, beweist uns, wie der Geist der Wahrheit sammelt und nicht zerstreut. Woher kommt denn die Schar, die Jesus zu sich nehmen wird, wer hat sie gesammelt? — Sie sind nicht von den Altären gelehrt worden, die durch menschlichen Geist aufgerichtet sind! Die Braut Christi kommt nicht zustande aus der Wirksamkeit der vielerlei Religionsgesellschaften! Sie ist vorhanden und wurde von dem gesammelt und zubereitet, der als lebendige Kraft Gottes das Werk des Herrn regiert — von dem Heiligen Geist! Daß dieses Wirken nicht überall erkannt und geschätzt wird, ist schon durch die Geschichte belegt. Der gleiche Geist, der einst in der Urkirche das Apostelamt angriff, ist auch heute noch wirksam. Es ist derselbe, der den Herodes zum Kindermord von Bethlehem bewegte, derselbe, der in der Geistlichkeit jener Zeit, den Schriftgelehrten und Pharisäern gegen Jesum aufstand, der gleiche Geist, der die Apostel verfolgte und töten ließ und der in der Gegenwart sich wiederum dem Wirken Gottes entgegenstellt. Heute beruft man sich auf die Apostel der Urkirche genauso, wie sich die Juden jener Zeit auf Abraham und die Erzväter beriefen. Solange Jesus als Helfer und Wundertäter die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zog, war ihm auch ihr Wohlgefallen gewiß; als er von seinem Auftrag sprach, wandte sich alles gegen ihn.
Als Jesus vor Pilatus stand,r: ,Ich bin dazu geboren und in die gekommen, daß ich für die Wahrheit 1 soll. Wer aus der Wahrheit ist, der meine Stimme' (Johannes 18, 37). Der f der Finsternis geht gegen das Licht, er Kampf des Irrtums geht gegen die heit. Der Geist des Herrn, der nach Forte Jesu uns in alle Wahrheit führt, det auch, was er begonnen hat. Wir uns nicht irreführen; denn wir wis- aß wir an des Herrn Hand sind!"
Ausführungen des Apostels Bischoff hmen wir noch folgendes:
s Vornehmen Gottes dem Bundesvolk
lten Testamentes gegenüber unter- det sich von seiner gegenwärtigen samkeit. Damals war aus irdischem ung ein Volk hervorgegangen, dem ein 'ngliches Ziel verheißen war. Sie soll-dieses Ziel mit menschlichen Mitteln,11 guten Willen, Opfern und Mühen neben. Wie der Lohn vergänglich war, bewegte sich auch die Strafe im irdin Bereich. Der Zusage, des Landes Gut genießen, ,stand die Drohung, vom ert gefressen zu werden, gegenüber. in der Erwählung dieses Volkes, seiner rung, seinem Ziel, Lohn und Strafe be-
lossen war, bewegte sich im Irdisch-Ver- jglichen. Im Gegensatz dazu sind wir t auf Grund unserer menschlichen Herft zu einem Volke geworden. Der Herr uns von der Welt erwählt, hat uns mit em Geist getauft und uns damit ein Le-****ben geschenkt, das wir von Menschen nicht erlangen konnten. Dementsprechend liegen auch die Führung, der Weg — aber auch Lohn und Strafe nicht im menschlichen Bereich. Es geht nicht um irdische Dinge, sondern es geht um das ewige Leben! So viel wichtiger nun der Ausgang der Dinge für uns ist, gemessen an den Ereignissen in Israel, so viel wichtiger ist auch alles, was wir tun und wie wir uns der göttlichen Führung gegenüber einstellen. Haben damals Menschen versagt, als der liebe Gott die Worte sprach: ,Sie wollen sich von meinem Geist nicht mehr strafen lassen', so war mit dieser göttlichen Feststellung ihr leibliches Ende beschlossen. Dar sie damit der Erlösung noch nicht verlustig gegangen waren, ergibt sich aus der Tatsache, daß Jesus nach seinem Tode am Kreuz ins Totenreich ging und denen das Evangelium predigte, die zur Zeit Noahs nicht glauben konnten. Auch jene, die sich an die göttliche Führung in Mose nicht hielten, und andere, die dem Wort der Propheten nicht glaubten, sollten um ihres Verhaltens willen, das ihnen den . leiblichen Tod eintrug, noch nicht für immer und ewig verloren sein. Auf dem Berg der Verklärung waren auch Mose und Elia zugegen und hatten an dem Ereignis teil, währenddem Gott, der Vater, die Worte sprach: ,Das ist mein lieber Sohn, den sollt ihr hören!' Wir Zweifeln nicht daran, das sowohl Mose wie ach Elia mit dieser Botschaft des heils in ihre Bereiche zurückgekehrt sind als Verkünder dessen, was der Herr unter den Menschen auf dieser Erde getan hat. Er hat gegenüber der Bundeslade des Alten Testamentes den Altar der Gnade aufgerichtet.
Nach allen Mühen und Anstrengungen, denen sich nicht nur das Volk Israel unterzog, um Gottes Wohlgefallen auf sich zu ziehen, sagt der Herr: ,Nun laßt uns miteinander rechten.' Er fordert, aufzuzeigen, was der Menschen Werke und Unternehmungen wert sind, und er stellt dem gegenüber, was er zu tun beabsichtigt. ,Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie schneeweiß werden; und wenn sie gleich ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.' Damit weist er auf ein Wirken hin, das zur Zeit des Jesaja noch nicht offenbar war und dessen Wurzeln nicht im menschlichen Unternehmen liegt. Heute sind wir nicht dazu aufgerufen, das Gewicht unserer Taten in die Waagschale zu werfen, um uns damit das ewige Leben zu erwerben. Der Stammapostel hat darauf hingewiesen, wie wenig Wert sogar die vermeintlich großen Taten haben, wenn ihnen die Grundlage des aus Gott gegebenen Lebens fehlt. Jesus spricht von Uebeltätern, und er weist sie von sich. Was sie getan haben, vollzog sich außerhalb der Gemeinschaft mit ihm. Uns aber ist Gnade geworden, wir sind zur Hochzeit des Lammes berufen, wir stützen uns nicht auf unsere Werke, sondern allein auf das Verdienst Christi, das auch unsere Sünden tilgt."

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